Bienen und Bauern retten!

EUROPÄISCHE BÜRGERINITIATIVE

Als europäische Bürger*innen fordern wir die EU-Kommission auf, den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide bis 2035 zu beenden und Bäuerinnen und Bauern beim Umstieg auf eine ökologische, bienenfreundliche Landwirtschaft zu unterstützen.

Jetzt mitmachen und unterschreiben!

Unsere Kernforderungen

  1. 1. Schrittweiser Ausstieg aus synthetischen Pestiziden

    Der Einsatz von synthetischen Pestiziden in der EU-Landwirtschaft soll bis 2030 um 80 Prozent reduziert werden. Bis 2035 sollen die EU-Mitgliedstaaten komplett pestizidfrei sein.

  2. 2. Maßnahmen zur Erholung der Artenvielfalt

    Biotopflächen sollen wiederbelebt und landwirtschaftliche Flächen so gestaltet werden, dass sie die Artenvielfalt fördern.

  3. 3. Unterstützung von Bäuerinnen und Bauern

    Die Landwirt*innen müssen beim notwendigen Übergang zur Agrarökologie unterstützt werden. Kleinteilige, vielfältige und nachhaltige landwirtschaftliche Strukturen sollen unterstützt, der Ökolandbau ausgebaut sowie die Forschung zu pestizid- und gentechnikfreiem Anbau gefördert werden.

Wir Zählen Auf Euch!

Als Europäische Bürgerinitiative benötigen wir innerhalb eines Jahres insgesamt eine Million Unterschriften aus mindestens sieben EU-Ländern. Damit können wir die EU-Kommission verpflichten, sich mit unseren Forderungen zu befassen. Bitte helft mit, dieses Ziel zu erreichen! #SaveBeesAndFarmers

Worum geht es bei dieser Europäischen Bürgerinitiative?

Auf den Wiesen und Feldern Europas verschwinden die Bienen und verstummen die Vögel. Die Menschheit steht vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte: Ein sich dramatisch veränderndes Weltklima und der beispiellose Rückgang der Artenvielfalt auf unserem Planeten.

Zugleich geht auch die Anzahl unserer landwirtschaftlichen Betriebe immer dramatischer zurück. Zwischen 2005 und 2016 haben EU-weit rund vier Millionen vornehmlich kleine und mittelgroße Betriebe aufgegeben, während die Flächen und Marktanteile agrarindustrieller Großunternehmen immer weiter gewachsen sind.

Die Ursachen des Arten- und Höfesterbens hängen eng zusammen und sind maßgeblich auf das aktuelle Modell industrieller Landwirtschaft zurückzuführen, das geprägt ist durch globalen Wettbewerbsdruck, Monokulturen sowie den Einsatz von Pestiziden und Gentechnik. Damit einher geht der fortschreitende Verlust natürlicher Lebensräume, der Rückgang blühender Pflanzenbestände, was wiederum zu Nahrungsmangel und Bestandsverlusten bei Bienen und vielen anderen Tieren führt.

Als europäische Bürgerinnen und Bürger erheben wir unsere Stimme gegen dieses System hochindustrialisierter Landwirtschaft. Es führt zum Einbruch der Artenvielfalt, zum Verschwinden kleiner und familiengeführter Höfe und zu einer unfruchtbaren Landschaft. Als Akteur*innen der Zivilgesellschaft haben wir eine klare Vorstellung davon, wie der Ausweg aus diesem System aussehen kann: Wir wollen eine andere Form der Lebensmittelproduktion, ohne Agrochemikalien, gesünder und nachhaltiger für Natur und Mensch.

Wie funktioniert eine Europäische Bürgerinitiative und was kann sie bewirken?

Unser Werkzeug für den Wandel ist die Europäische Bürgerinitiative (EBI). Die EBI ist ein demokratisches Instrument, das es Bürger*innen aus unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten ermöglicht, sich zusammenzuschließen und Europapolitik direkt zu beeinflussen. Mit der EBI können wir die EU-Institutionen dazu aufrufen, unsere Forderungen zu prüfen, daraus Gesetzesentwürfe abzuleiten und schließlich die Europäische Agrar- und Umweltpolitik, die unser tägliches Leben prägt, zum Besseren zu ändern.

In der Vergangenheit konnten die Bürger*innen Europas das Instrument der EBI bereits mehrfach erfolgreich nutzen, zum Beispiel um Wasserprivatisierung zu verhindern oder um die Zulassungsverfahren von Pestiziden transparenter zu machen.

Unsere Bürgerinitiative kommt genau zur richtigen Zeit!

Aktuell verhandeln die EU-Institutionen über die künftige Ausrichtung der sogenannten Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Mit der GAP werden die Weichen für oder gegen eine bienen- und bauernfreundliche Landwirtschaft in Europa gestellt. Weit über 300 Milliarden Euro, knapp 40 Prozent des Gesamtbudgets der Europäischen Union, fließen im aktuellen Finanzrahmen in die GAP.

Industriell orientierte Großbetriebe werden bislang pauschal am stärksten gefördert. Ausgerechnet die bäuerlichen und ökologischen Betriebe, die am ehesten Struktur- und Artenvielfalt gewährleisten können, werden systematisch benachteiligt. Das wollen wir ändern!

Gleichzeitig erhebt sich in ganz Europa eine kritische Öffentlichkeit gegen Pestizide und für den Schutz von Klima und Artenvielfalt. Der Protest zeigt: Das aktuelle Modell intensiver Landwirtschaft, das auf Chemikalien basiert und sich nur am Weltmarkt orientiert, hat die Zustimmung der Bevölkerung verloren. An diesem kritischen Punkt kann unsere EBI den entscheidenden Unterschied machen und die EU wirklich verändern.

Besucht unsere internationale Webseite / For information in English and other languages

Auf unserer internationalen Bündniswebseite www.savebeesandfarmers.eu
findet Ihr aktuelle Nachrichten und Hintergründe zur Bürgerinitiative in neun europäischen Sprachen – darunter deutsch, englisch, französisch und spanisch.

Our international website www.savebeesandfarmers.eu offers latest news and more background information on our Citizens’ Initiative in 9 different languages including English, German, French and Spanish.

Mithelfen und Weitersagen

Bleibt über den weiteren Verlauf der Initiative informiert:

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Unterstützt uns mit einer Spende, den Kostenaufwand für die Entwicklung und Betreuung der Bürgerinitiative zu bewältigen.

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Fakten und Zahlen

Rund eine Million Tier- und Pflanzenarten drohen auszusterben – viele davon bereits in den nächsten Jahrzehnten. Schuld daran ist vor allem der Mensch.

Vgl. hierzu: Globales Assessment zu Biodiversität und Ökosystemleistungen des Weltbioviversitätsrates (IPBES), Mai 2019.

Allein zwischen 2003 und 2013 sind rund ein Viertel aller landwirtschaftlichen Betriebe in der EU eingegangen. Die meisten davon (rund 96 Prozent) waren kleinere bäuerliche Betriebe. Sie werden ersetzt durch immer größere industrielle Großbetriebe.

Vgl. Agrar-Atlas 2019. Daten und Fakten zur EU-Landwirtschaft, Januar 2019.

Rund drei Viertel unserer Nutzpflanzen und mehr als ein Drittel der weltweiten Ernteerträge sind von Bienen und anderen Bestäubern abhängig. Viele dieser Arten sind mittlerweile bedroht.

Vgl. u.a.: Klein et al.: Importance of pollinators in changing landscapes for world crops, Oktober 2006.

Von den rund 560 Wildbienenarten in Deutschland ist die Hälfte stark gefährdet. 31 davon sind akut vom Aussterben bedroht.

Vgl.: Westrich et al.: Die  Rote  Liste  gefährdeter  Tiere,  Pflanzen  und  Pilze  Deutschlands,  Band  3: Wirbellose Tiere, August 2012.

Auch neue Pestizide sind extrem umweltschädlich! Ein Teelöffel des Pestizids Cyantraniliprol z.B. reicht aus, um 12,5 Millionen Bienen zu vergiften und die Hälfte zu töten.

Errechnet anhand des LD50-Werts (mittlere letale Dosis) von Cyantraniliprol bei Honigbienen.

Wann passiert was?

31 Juli 2019

Registrierung unserer Europäischen Bürgerinitiative bei der Europäischen Kommission

30 September 2019

Genehmigung unserer EBI durch die Europäische Kommission

November 2019

Elf Monate lang werden wir mindestens eine Million Unterschriften sammeln. In einer lebendigen Kampagne werden wir EU-Bürger*innen mobilisieren, um für eine bessere Landwirtschaft zu unterschreiben – besser für Verbraucher*innen, Landwirt*innen, Natur und Umwelt.

Nach elf Monaten

… wird es Anhörungen in der Europäischen Kommission und im EU-Parlament geben.
Die Europäischen Kommission wird einen Gesetzgebungs­vorschlag machen.

Offizieller Antrag unserer Bürgerinitiative

Hier findet ihr den vollständigen Antrag der Bürgerinitiative „Save Bees and Farmers“ an die Europäische Kommission und ein ausführliches Debattenpapier in Englisch zum Download.

PDF Download

Wer steht dahinter?

Die Europäische Bürgerinitiative „Save Bees And Farmers – Bienen und Bauern retten“ wurde von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Landwirtschaft und Imkerei gestartet.

Dazu gehören neben der Aurelia Stiftung die europäischen Netzwerke Friends of the Earth Europe und das European Pesticide Action Network (PAN), GLOBAL 2000 in Österreich, die französische Umweltorganisation Générations Futures, das Umweltinstitut München und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND).

Inzwischen gehören dem Bündnis über 90 weitere europäische Akteure an und es wächst stetig weiter. Organisationen und Vereine, die sich noch an der Bürgerinitiative beteiligen wollen, können sich jederzeit an uns wenden:

Spendenkonto:
IBAN: DE52 4306 0967 0778 8996 00
BIC: GENODEM1GLS
GLS Bank

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Aurelia Stiftung

„Es lebe die Biene!“

Die Aurelia Stiftung ist eine operativ tätige Umweltstiftung mit Sitz in Berlin, die sich für Bienen, bestäubende Insekten und den Erhalt der Artenvielfalt einsetzt.

Die besondere Stärke der Aurelia Stiftung besteht darin, dass sie sich ganz und gar den Bienen und ihren Lebensbedingungen in Natur, Agrarlandschaft und Siedlungsräumen widmet. Als unabhängige Fachexpertin beraten wir Politik, Medien und Zivilgesellschaft und kämpfen als Anwältin der Bienen gegen die Zulassung bienenschädlicher Pestizide und Gentechnik.

Wir stärken die Forschung und Allgemeinbildung über Bienen und setzen uns für eine bienenfreundliche Gestaltung von Stadt und Land(wirt)schaft ein. Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt legen wir aktuell auf die Organisation und Vernetzung basisdemokratischer Volksinitiativen für die Rettung der Artenvielfalt.

Mehr unter www.aurelia-stiftung.de

Die Organisatoren

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